Glossar › Leverage (Hebel)

Leverage: wie viel Kredit ein Fonds aufnehmen darf

Leverage ist der Einsatz von Fremdkapital, um mehr zu investieren, als die Anleger eingezahlt haben – Gewinne wie Verluste werden dadurch größer.

Fonds mit Kreditgrenze124
Median50 %
genau 50 %51
Stand16.10.2026

Erklärung

Semi-liquide Fonds nehmen Kredite aus zwei Gründen auf: um zusätzliche Anlagen zu finanzieren und um Rückgaben oder Kapitalabrufe von Zielfonds zu überbrücken, bis Geld zurückfließt. Der Prospekt nennt eine Obergrenze, meist in Prozent des Nettoinventarwerts. Für ELTIFs, die Privatanlegern offenstehen, begrenzt die ELTIF-Verordnung die Kreditaufnahme auf 50 % des Nettoinventarwerts; ELTIFs nur für professionelle Anleger dürfen bis 100 % gehen.

Die Obergrenze ist nicht die tatsächliche Verschuldung – viele Fonds nutzen sie nur teilweise. Hinzu kommt Leverage, die nicht auf Fondsebene steht: Buyout-Unternehmen sind selbst verschuldet, Kreditfonds finanzieren sich teils über eigene Kreditlinien. Wer Fonds vergleicht, sollte deshalb Grenze, aktuelle Nutzung und Bezugsgröße zusammen lesen.

In der Datenbank

124 der 139 aktiven Fonds nennen eine Obergrenze für Kredite. Der Median liegt bei 50 %, 51 Fonds schöpfen mit 50 % die Grenze für Privatanleger-ELTIFs aus; die Spanne reicht von 4 % bis 200 %. Die Grenze ist nicht die tatsächliche Verschuldung.

Niedrigste, mittlere und höchste Kreditgrenze · Stand 16.10.2026

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