Glossar › Secondaries
Secondaries sind Käufe bestehender Anteile an Private-Markets-Fonds oder Portfolios von Investoren, die vorzeitig aussteigen wollen.
Wer an einem geschlossenen Fonds beteiligt ist, kommt vor dem Laufzeitende nur über einen Verkauf an Dritte heraus. Secondaries-Fonds kaufen solche Anteile, oft mit Abschlag auf den letzten Nettoinventarwert. Hinzu kommen von Managern angestoßene Transaktionen (GP-led), bei denen einzelne Beteiligungen in einen neuen Fonds übertragen werden, sogenannte Continuation Funds.
Für semi-liquide Fonds sind Secondaries aus zwei Gründen beliebt. Das Geld arbeitet sofort, weil die gekauften Portfolios schon investiert sind; der Abschlag beim Kauf kann einen Teil der Rendite vorwegnehmen. Und die Beteiligungen sind breit gestreut und oft näher am Verkauf. Ein Kaufabschlag ist allerdings kein garantierter Gewinn: Er spiegelt auch Risiken, und die Bewertung beim Kauf kann den Nettoinventarwert vorübergehend erhöhen.
58 der 139 aktiven Fonds nennen Secondaries als Teil ihrer Strategie, oft neben Primärfonds und Co-Investments. 9 tragen das Wort im Namen und investieren schwerpunktmäßig am Zweitmarkt.
Secondaries-Fonds (alphabetisch) · Stand 16.10.2026