Glossar › Evergreen-Fonds
Ein Evergreen-Fonds ist ein Private-Markets-Fonds ohne feste Laufzeit, der laufend neues Geld annimmt und Anteile in regelmäßigen Abständen zurücknimmt.
Klassische Private-Equity-Fonds sind geschlossen: Anleger sagen Kapital zu, das über Jahre abgerufen wird, und erhalten es erst nach zehn bis zwölf Jahren zurück. Ein Evergreen-Fonds investiert das eingezahlte Geld sofort in ein bestehendes Portfolio, bewertet es regelmäßig und lässt Ein- und Ausstieg zu festen Terminen zu. Neue Zeichnungen und Rückflüsse aus Verkäufen werden laufend wieder angelegt.
Der Preis dieser Flexibilität: Der Fonds muss Liquidität vorhalten (Cash Drag), und Rückgaben sind begrenzt – durch Kündigungsfrist, Rücknahmetermine und Gate. In ruhigen Zeiten funktioniert der Ausstieg reibungslos, in Stressphasen kann er sich über Quartale ziehen. Evergreen ist eine Bauweise, keine Rechtsform: Es gibt Evergreen-ELTIFs ebenso wie Evergreen-Fonds als Part-II-SICAV oder französischen FCPR.
Die Datenbank erfasst 139 aktive semi-liquide Fonds. 97 nehmen Anteile quartalsweise zurück, 37 monatlich oder häufiger. 102 wurden 2024 oder später aufgelegt – der Markt ist jung.
Die drei ältesten Fonds der Datenbank · Stand 16.10.2026
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